ZiSch | Augustenburgschule Grötzingen | Klasse 8-3
Zeichnung von Kornelia Smuda | Foto: Augustenburgschule Grötzingen

Augustenburgschule Grötzingen

„Ich will einfach nur glücklich leben“

Von Kornelia Smuda | Klasse 8-3
Augustenburgschule Grötzingen

Schülerin hat klare Vorstellungen von ihrer Zukunft, ihrem Hobby und ihrer Schule

Wenn ich 39 Jahre alt bin, möchte ich da leben, wo ich gerade lebe, da es mein Zuhause ist. Ich habe mir schon überlegt „andere Orte könnten aufregender sein oder schöner“, doch ich kann nicht woanders hin, wenn ich hier schon mein ganzes Leben bin. Und ich will eine große Familie haben. Bis zu zehn Kinder und natürlich einen Ehemann, der für mich da ist und mich in allem unterstützt. Er muss auch gar nicht reich sein oder gut aussehen, Hauptsache er liebt mich und ich liebe ihn. Und im Thema Beruf: Ich wäre mit 39 Jahren gerne eine hochrangige Polizistin, die jeden Tag Menschen hilft und beschützt.  Ich will in 25 Jahren einfach nur glücklich leben, egal ob reich oder nicht, mit zehn, fünf oder nur zwei Kindern, einem Ehemann, Partner, bestem Freund oder alleine, als Polizistin oder einer „einfachen Verkäuferin“: Ich möchte jeden Tag nach Hause kommen und ein Lächeln im Gesicht tragen.

Ich kann nicht sagen, dass mein Hobby das Schönste ist, da jeder es anders sieht. Ich finde es schön, weil Zeichnen Konzentration erfordert. Es kann 30 Minuten dauern, eine Stunde, zwei Stunden, ich habe sogar schon mal acht Stunden gebraucht. Es ist einfach eine Kunst, sich so lange zu konzentrieren. Ich habe kein Problem damit, mich so lange auf das Zeichnen zu konzentrieren, doch zu sagen, man hat so lange gebraucht und es sich dann vorzustellen, das schockt mich oft selbst. Das Allerschönste aber ist, etwas, was man sieht, auf das Blattpapier zu bringen und es dann jemandem zu schenken, der es schön findet, damit er oder sie sich darüber freut und es als Erinnerung behält.

Meine Schule, die Augustenburgschule in Grötzingen, macht einiges Besonders. Auf meiner Schule gibt es Kinder mit Behinderungen oder Kinder mit Lernschwächen. Diese Kinder haben Lernbegleiter (Betreuer), die auf sie aufpassen und sie unterstützen. Wenn wir nur in unserem Tempo lernen können, ist es am Anfang nicht schlimm, die Lehrer und Lernbegleiter unterstützen einen sehr. Jedes Kind hat einen Coach (ein Lehrer), der einen noch mehr als ein anderer Lehrer unterstützt und mit dem man auch über persönliche Probleme reden kann. Und das Wichtigste ist, dass wir wie eine Gemeinschaft sind und uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.