ZiSch | Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe | Klasse 9b
Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe, Klasse 9b | Foto: dpa

Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe

„Anwältin für Strafrecht in Amerika“

Laetitia Mayer | Klasse 9b
Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe  

Eine Schülerin fantasiert von der Zukunft

 

„Wie möchte ich in 25 Jahren leben?“ Also das ist eine gute Frage. Da bin ich ja schon 40! Natürlich schreibe ich erst einmal Abitur, vielleicht mit einer Ehrenrunde mit einigen meiner Freunde, da die Lehrer uns einfach zu sehr mögen, um uns gehen zu lassen. Danach möchte ich ein Jahr Work and Travel machen. Vielleicht mit etwas mehr Travel als Work. Ich werde nach Australien, Neuseeland, New York und noch viele andere Orte reisen. Jetzt gibt es drei Fälle, die eintreten könnten:

 

  1. Ich verliebe mich während meinem Jahr der Selbstfindung (Work and Travel) und habe an irgendeinem schönen Fleckchen der Erde eine Familie. Vormittags eine coolen Job und nachmittags bin ich bei meinen Kindern.
  1. Mein Auslandsjahr war zwar ganz schön, ich habe mich jedoch entschlossen Jura zu studieren und bin eine sehr gute und bekannte Anwältin für Strafrecht in Amerika, wahrscheinlich arbeite ich in New York und habe meine eigene Kanzlei.
  1. Ich habe die Debatten in der neunten Klasse alle gewonnen und nach dem Finale in Berlin habe ich mich dort als Mitglied einer Partei aufnehmen lassen, und bin mit 30 jüngste Bundeskanzlerin Deutschlands geworden.

 

Das sind jetzt jedoch alles nur kreative, mit sehr viel Fantasie ausgedachte Geschichten, also sozusagen Märchen. Denn ich sitze gerade am Schreibtisch und zerbreche mir den Kopf darüber, was ich später einmal machen möchte, doch eigentlich habe ich gar keine Ahnung. Ich denke mir eine Zukunft aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so eintreffen wird, egal was ich mir jetzt überlege. Denn es wird sicher alles ganz anders und keiner kann die Zukunft vorhersagen, nicht einmal ich. Also warum eine Zukunft ausdenken, die nicht eintreten wird, anstatt sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, denn schon morgen kann alles anders sein.