Bei einer Onlinelesung lernten Schüler des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums in Ettlingen den Schriftsteller Karl Olsberg kennen. | Foto: privat

Walahfrid-Strabo-Gymnasium

“Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen kann”

Am Donnerstag, den 7.05 um 8.35 Uhr empfing Karl Olsberg die Klassen 8 und 9 des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums zu einer Onlinelesung, um ihnen sein bekanntestes Buch „Boy in a White Room“, welches 2018 für den deutschen Jugend-Literaturpreis nominiert wurde, vorzustellen. Nach einem kurzen Einblick in sein Privatleben, einem interessanten Lesestück und einem Ausblick auf eine von Computern gesteuerte Zukunft ergab sich für uns die Möglichkeit, dem Autor Fragen zu stellen.

War Autor ihr Traumberuf?

Olsberg: Ich schrieb als Kind schon gerne Kurzgeschichten und begann mit 42 richtige Bücher zu schreiben. Inzwischen habe ich über 50 Bücher geschrieben, für die ich gewöhnlich, um sie zu schreiben, um 5 Uhr morgens aufgestanden bin.

Haben Sie vor, weitere Bücher im Zusammenhang mit „Boy in a White Room“ zu schreiben?

Olsberg: Die Trilogie ist beendet und ich werde keine weiteren Bücher in Zusammenhang mit „Boy in a White Room“ schreiben.

Was war das für ein Gefühl, als Sie erfahren haben, dass Sie für den deutschen Jugend-Literaturpreis nominiert sind?

Olsberg: Ich habe mich natürlich sehr über die Nominierung gefreut und bin nicht traurig darüber, dass ich nicht gewonnen habe, da ich die anderen Bücher auch sehr toll fand.

Haben Sie sich für Ihren Roman an dem Film Matrix orientiert?

Olsberg: Ja, ich habe mich von den Filmen Matrix, Teil 1 und Welt am Draht inspirieren lassen.

Ist Bücher schreiben lukrativ?

Olsberg: Jeder damit verdiente Euro ist ein Geschenk, da mir das Schreiben Spaß macht, jedoch ist es ein langer Weg, bis man damit genug Geld verdienen kann, um davon zum Leben zu können.

Ist es schwer, ein Buch zu schreiben?

Olsberg: Es ist ein Handwerk, aber das kann man lernen. Das aber hat Jahre gebraucht und ich habe auch viel Mist geschrieben. Man kann viel aus Büchern lernen und sollte viel selber schreiben. Hier ein Tipp: nicht gleich einen Roman schreiben, sondern mit Kurzgeschichten anfangen.

Wie kommt man zum Thema?

Olsberg: Ideen sind nicht Mangelware, schwierig sind eher die Auswahl und die Umsetzung. Inspirationsquellen können auch Zeitungsartikel, Youtube-Videos und auch mal ein Brainstorming mit der Familie sein.

Werden Sie auf der Straße oft angesprochen?

Olsberg: Nein, das kommt nicht vor.

Gab es eine Zeit, in der Sie es bereut haben, Autor zu sein?

Olsberg: Nein.

Wer ist Ihr Lieblingsautor?

Olsberg: Meine Lieblingskinderbuchautoren sind Erich Kästner, Astrid Lindgren, andere Autoren, die ich mag sind Andreas Eschbach, Philip K. Dick und einige mehr.

Vielen Dank für Ihre Zeit und das Interview!

Oskar Schrempp, Justin Popp, Elias Nagel | Klasse 9b
Walahfrid-Strabo-Gymnasium Ettlingen