Japanische Kampfkunst: Kendo hat seine Ursprünge bei den Samurai. Mit einem Bambusschwert wird versucht, die Rüstung des Gegners zu treffen. | Foto: Kirill Kukhmar / imago images

Schönborn-Gymnasium

Wie kann Kämpfen Spaß machen?

Kendo ist ein traditionell japanischer Kampfsport, der seine Ursprünge bei den Samurai hat. Kendo sieht anfangs eher chaotisch und wild aus, es besteht aus vielen Schlägen, die mit einem Bambusschwert (Shinai) ausgeführt werden und auf die drei Rüstungsteile (Men-Helm, Do-Brustpanzer, Kote-Handschuhe) des Gegners gerichtet sind. Wenn man sich jedoch etwas näher mit dem Sport befasst, merkt man wie viel Koordination und Timing in jedem einzelnen Schlag und jeder Bewegung stecken. Es erfordert viel Geschick, jeden Schlag selbst bei einer Bewegung des Gegners zu treffen und einen Punkt zu erzielen.

Jeder kann mit Kendo anfangen

Ich habe mit neun Jahren begonnen, Kendo als Sport und Hobby zu machen. Solange man eine bestimmte Größe hat, also nicht zu klein ist, kann jeder auch mit Kendo anfangen. Dies hängt natürlich vom Trainer und Club ab, ist also bei jedem anders. Ich mache den Sport nun seit fünf Jahren und bin froh, angefangen zu haben. Auch der Trainer und die Kameraden sind freundlich und nett. Es hat sich mittlerweile fast eine kleine Familie gebildet. Es ist für mich auch immer wieder spannend, auf Lehrgänge zu gehen und dort neue Techniken zu erlernen und meinen Kyu Grad zu einem Dan zu machen. Kyu sind hier die Schülergrade, diese fangen bei sechs an und gehen zum ersten Kyu herunter. Dan ist der Begriff für die Lehrergrade, diese starten vom ersten Dan und gehen hinauf bis zum achten Dan. Auf Lehrgängen kann man oft auch eine Prüfung ablegen und bei Bestehen einen Kyu/Dan aufsteigen.

Kostenlos ist fast kein Sport

Natürlich ist Kendo nicht kostenlos. Wie man sich vorstellen kann, kosten sowohl Rüstung als auch Schwerter einiges, hier gibt es natürlich Preisunterschiede aber selbst für eine “Beginner”-Rüstung muss man schon einiges bezahlen. Auch die Schwerter kosten etwas, aber nicht so viel, jedoch erfordern diese ständige Pflege, damit sie nicht bersten und das Gegenüber verletzen. Auch Prüfungen und Lehrgänge kosten einen Beitrag, da meistens Lehrer (Senseis) aus Japan oder der Umgebung angereist kommen, was für diese ja auch nicht kostenfrei bleibt.

Für mich wird Kendo immer mein Lieblingssport bleiben und selbst wenn es manchmal anstrengend ist, werde ich trotzdem versuchen, so weit wie möglich zu kommen und immer besser zu werden. Es wird mir auch weiterhin Spaß machen gegen die anderen Mitglieder anzutreten und mit ihnen meinen Weg zu bestreiten, denn “Der Weg ist das Ziel”- Konfuzius!

Benjamin Stolte | Klasse 9a
Schönborn-Gymnasium Bruchsal