Der Ball ruht während Corona
Lockdown auf dem Fußballplatz: Wegen der Corona-Pandemie war der Amateursport über viele Monate lahmgelegt. | Foto: steevy84 / Adobe Stock

Markgraf-Ludwig-Gymnasium

Wie ist das ohne Fußball?

Der Fußball ist wegen Corona im deutschen Amateurbereich stillgelegt worden. Wie das ist und wie sich das anfühlt, hat der Schüler Laurin Wild Silas Meier vom Offenburger FV gefragt. (Das Interview wurde im Frühjahr geführt, inzwischen gibt es auch im Amateursport Lockerungen)

Wie fühlt sich das an, zu Hause zu sein und nicht wirklich was machen zu können?

Meier: Es ist natürlich schwer, zu Hause zu sein und nicht wirklich was machen zu können. Mir fehlt der Fußball sehr. Man kann auch nicht wirklich auf die Sportplätze gehen, weil sie meistens abgesperrt sind. Ich hoffe, dass man bald zumindest wieder auf die Sportplätze gehen kann.

Hältst du dich zu Hause fit?

Meier: Wir bekommen von unserem Trainer Aufgaben, die wir über die Woche machen erledigen müssen, wie zum Beispiel Intervallläufe oder Kraftübungen. So halte ich mich fit.

Fehlen dir deine Mannschaftskollegen und hast du noch Kontakt zu ihnen?

Meier: Ja! Mit vielen aus meiner Mannschaft bin ich auch sehr gut befreundet. In Kontakt bin ich noch mit allen, da wir einmal in der Woche ein Zoom-Meeting haben und zusammen trainieren.

Glaubst du, dass die Saison noch fortgesetzt wird?

Meier: Nein, das denke ich nicht. Ich glaube, dass wir zwar nicht spielen werden, aber das Training sehe ich schon als realistisch. Wenn man den Abstand auch während des Trainings einhält.

Was vermisst du am meisten beim Fußball?

Meier: Das ist schwer, es gibt so viel, das ich vermisse. Ich denke einfach den Spaß am Fußball, im Training zu sein und an nichts anderes zu denken, nur an das Training. Außerdem noch meine Freunde, die ich dort fast täglich gesehen habe. Am wenigsten vermisse ich die Sprintübungen, wenn eine Übung mal nicht so gut gelaufen ist.

Findest du es unfair, dass die Profis spielen dürfen und die Amateure nicht?

Meier: Ein bisschen finde ich es schon unfair. Natürlich testen die Profis sich täglich auf Corona, aber ich finde, dass man sich auch als Amateur an die Regeln halten kann. Einfach die Umkleidekabinen zulassen und mit Trainingsklamotten kommen und einen Mundschutz aufhaben. Und die Maske kann man dann einfach ausziehen, wenn man auf den Platz geht und den Abstand einhalten kann. Nach dem Training direkt heimfahren, so denke ich, dass man auch als Nicht-Profi zumindest den Trainingsbetrieb fortsetzen kann.

Laurin Wild | Klasse 9a 
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