Rasante Abfahrt: Snowboardfahren kann man nur im Winter, dafür ist die Vorfreude umso größer. | Foto: Julio Rodriguez / imago images

Schönborn-Gymnasium

Snowboarden – eine Lebenseinstellung

Als Außenstehender sieht Wintersport, gerade Snowboarden, immer sehr cool und einfach aus. Aber wenn das Wetter schlecht ist oder man fällt, ist der Spaß nicht immer so groß. Trotzdem ist Snowboarden ein super tolles Hobby. Snowboarden ist kein günstiges Hobby: der Liftpass, das Brett, die Schuhe und dazu noch die geeignete Kleidung. Da sammelt sich schon einiges an. Trotzdem ist dieses Hobby für mich nicht wegzudenken. Seit ich klein bin, geht meine Familie mit mir in Ski- und Snowboardurlaub.

Richtige Snowboards gibt es erst seit fünfzig Jahren

Den Sport selbst gibt es im Übrigen noch gar nicht so lange. Erst in den 1970er Jahren wurden die ersten richtigen Snowboards entwickelt, die den heutigen Snowboards sehr ähnelten. Die Vorgänger dieser waren Bretter, die an breite Skier erinnerten. Diese setzten sich allerdings nicht durch, da sie nicht sonderlich praktikabel waren. Aber die Idee, im Winter auf einer Piste zu surfen, war auf der ganzen Welt präsent. Als dann, in den 70ern, die ersten surfbrettähnlichen und funktionsfähigen Snowboards gebaut wurden und der neue Sport, der mit diesen Brettern betrieben wurde, in kurzer Zeit sehr viele Anhänger fand, griff die Industrie diese Idee auf. Der Visionär Jake Burton und seine Firma „Burton Snowboard“ hatten Ende der 1970er die Snowboards so weit entwickelt, dass diese auf den Markt gebracht werden konnten.

Man hetzt nicht immer nur den Berg hinunter

Man kann zwar nur im Winter fahren, aber dafür ist die Vorfreude umso größer. Das Gefühl, wenn man auf der Piste steht und mit der Familie und den Freunden um die Wette fährt, ist unbeschreiblich. Aber man hetzt nicht immer nur so schnell wie möglich den Berg herunter, manchmal achte ich auch auf meine Technik oder genieße einfach die schöne Landschaft. Auch geht es um die Gemeinschaft. Zum Beispiel in den Pausen, in denen wir in einer der Berghütten zu Mittag essen, dann wird mit den anderen geplaudert, ein Schneemann gebaut, herumgealbert oder doch eine Schneeballschlacht gemacht, was man ja beim Fahren nicht so gut kann. Und nach der Pause geht es mit Elan und frisch gesammelter Kraft wieder auf die Piste.

Anfangs durften die Snowboarder nicht auf die Pisten

Snowboards wurden nach ihrer Optimierung übrigens nicht gleich auf den Pisten zugelassen. Mehrere Jahre sind die Snowboardfans nachts neben den öffentlichen Pisten gefahren. Da es aber immer mehr solcher Fans gab und der Druck auf die Liftstationen immer größer wurde, gaben diese schließlich nach und das Snowboarden wurde endlich auch auf den Pisten erlaubt. Die ersten Meisterschaften wurden ziemlich schnell ausgetragen. 1988 wurde das Snowboarden dann in den Disziplinen Halfpipe und Riesenslalom olympisch. Seitdem entwickelt sich das Snowboard und sein Zubehör immer weiter und es gibt immer mehr Variationen in Form und Material.

Nach dem Fahren sind zwar alle erschöpft, aber wir freuen uns trotzdem immer auf den nächsten Tag. Wenn der Urlaub zu Ende ist, fiebern wir dem nächsten Boarden schon entgegen. Und wie ein Bekannter immer sagt: Egal wie es war, man hat immer etwas gelernt. Wenn es nur ist, dass man bei starkem Schnee und schlechter Sicht nicht so gut fahren kann und besser in die Sauna gegangen wäre.

Für viele Snowboarder ist Snowboarden nicht nur ein Sport, sondern es ist zu einer Lebenseinstellung geworden.

Zoe Trautwein | Klasse 9a
Schönborn-Gymnasium Bruchsal