Mit den Skiern geht es Stück für Stück nach oben auf den Berg. Die Belohnung für die Mühe: Eine herrliche Aussicht und eine rasante Abfahrt. | Foto: Adobe Stock

Markgraf-Ludwig-Gymnasium

Langsamer Aufstieg – steile Abfahrt

Es ist 6.15 Uhr morgens und das Autothermometer zeigt eine Temperatur von -13 Grad Celcius an. Mein Vater und ich sind im Nordschwarzwald mit dem Auto auf der Schwarzwaldhochstraße unterwegs in Richtung Unterstmatt. Von dort aus laufen wir mit unseren Tourenski zum Ochsenstall, dies ist ein Skihang in der Nähe der Hornisgrinde.

Der Weg dorthin führt den Unterstmatthang hoch, durch ein kleines Waldstück, einen kleinen Weg aufwärts bis man schließlich am Ochsenstall angekommen ist. Von dort aus muss man dann den Hang hochlaufen.  Das ist nicht mehr so einfach, da der Hang steil ist und man eine gute Technik braucht, um oben sicher anzukommen. Das heißt man muss zum Beispiel die Spitzkehre beherrschen. Gar nicht so einfach, wie es in YouTube -Videos zu sehen ist, und eben eine Sache der Übung.

Mit Stirnlampen und guter Technik den Hang hinauf

Spitzkehre bedeutet, dass man eine 180°-Wende am Steilhang macht. Dies ist nötig, weil man sonst den Hang nicht hochlaufen kann, da er zu steil ist. Deswegen macht man Spitzkehren und läuft den Hang serpentinenartig hoch. Diese Methode ist am besten und am schnellsten, wenn es darum geht, Steilhänge mit Tourenskiern zu bezwingen. Zudem benutzen wir beim Aufstieg Stirnlampen, um den Weg durch den noch dunklen Nordschwarzwald zu finden.

Nach dem Aufstieg sind wir endlich oben angekommen und genießen die Dämmerung und die aufgehende Sonne. Nun ziehen wir die am Abend vorher aufgezogenen Felle von den Skiern ab und ziehen die Skischuhe fester an, um ein besseres Gefühl bei der Abfahrt zu haben. Außerdem stellen wir die Bindung der Skier von der Gehfunktion, die wir beim Aufstieg benötigt haben, in den festen Zustand zurück. Jetzt sind wir für die Abfahrt im Morgenlicht bereit. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, den Helm aufzuziehen. Nun können wir die Abfahrt voll und ganz genießen, da wir an diesem Morgen die ersten sind, die lange Schwünge in den Neuschnee setzen.

Ein gelungener Start in den Tag

Nach zehn Minuten haben wir den Unterstmatthang erreicht, den wir bei besten Bedingungen und Seelenruhe im Schwarzwald auch noch gerne mitnehmen. Nachdem wir eine 15 -minütige Abfahrt hinter uns haben, laden wir all unser Equipment in das Auto ein und genießen noch einmal den schönen Blick auf die Rheinebene, welche langsam erwacht. So könnte meiner Meinung nach jeder Tag anfangen!

Tonio Kniep | Klasse 9b
Markgraf-Ludwig-Gymnasium Baden-Baden