Sonntagsausflug an den Rhein. Mädchen steht am Wasser
Mädchen am Rhein: Den Sonntagsausflug nutzt Emilia Kälber ausgiebig für ihr Hobby. Familienmitglieder, Wasser, Steine, alles, was vor die Linse kommt, wird fotografiert | Foto: Emilia Kälber

Christliche Schule Hardt

Kreatives Spiel mit Licht und Perspektiven

Wenn man seinem kleinen Chihuahua ein pinkfarbenes Tutu anzieht, ihn an den Strand stellt und fotografiert, könnte das so mancher als kreatives Foto interpretieren. Aber nur, weil ich ein originelles Foto schieße, muss ich das doch nicht gleich in den sozialen Medien hochladen – oder doch?

Fotografieren, was vor die Linse kommt

Wenn ich an kreative Fotos denke, habe ich jedoch etwas ganz anderes im Sinn. Bei einem Sonntagsausflug mit der Familie an den Rhein nehme ich mein Handy aus der Tasche und lege los. Tiere, Wasser, Steine, Familienmitglieder (die gezwungen werden sich fotografieren zu lassen), was mir vor die Linse kommt, wird auch geknipst. Mit den modernen Kameras, die mittlerweile sehr viele Handys haben, fällt es nicht schwer mit dem Sonnenlicht zu spielen, verschiedene Perspektiven zu probieren und auch dem Bild einen passenden Filter zu verpassen. Zu Hause am Laptop werden die Bilder dann bearbeitet, zusammengestellt und fertig ist eine bunte Collage. Am Ende des Tages kann ich mit meinem fertigen Werk sehr zufrieden sein und auch der Hund ist über seine Verschonung sehr glücklich.

“Am schönsten sind die eigenen Ideen”

Auf Social Media begegne ich vielen Bildern, hinter denen kreative und außergewöhnliche Ideen stecken. Am schönsten sind aber immer noch die eigenen. Das bedeutet nicht, dass sie auch die schönsten und besten sind, aber mir selbst tut es auch mal gut, eigene Ideen umzusetzen und nicht immer nur die, der anderen anzuschauen. Deshalb habe ich mich an einem Sonntagnachmittag entschlossen eine gedankliche Reise zu machen. In einem kleinen Boot auf dem Wasser schwimmen wollte ich schon immer mal, die Ruhe genießen und nach dem Unbekannten Ausschau halten. Also hole ich Leinwand, Farbe und Pinsel aus dem Schrank und starre auf das leere Weiß. Gut, so einfach geht das jetzt auch nicht, ein bisschen Inspiration muss schon her und ich gebe zu, dass mir hierbei das Internet ganz nützlich sein kann. Also schaue ich mir das Meer an, die verschiedenen Farbverläufe und überlege mir, mit welcher Technik ich das umsetzen kann. Doch nur Wasser ist schon etwas langweilig, ich denke weiter: wen kann ich auf das Wasser setzen? Welche Stimmung kann ich rüberbringen und was verstecken, das vielleicht zum Schmunzeln anregt? Während meine Kreativität die Führung übernimmt, ist die Farbe schon auf der Leinwand und der Pinsel qualmt. Ich liebe meine kleinen Reisen, die mich aus meinem lebendigen Alltag führen können. Es ist immer wieder schön das Bild im Endzustand zu betrachten und sich dann über den fehlenden Platz an den Wänden ärgern zu können.

Ich denke so hat jeder seine eigene kleine Leidenschaft, es ist schön die unterschiedlichen Dinge zu sehen und es ist schön, seine eigene Leidenschaft gefunden zu haben.

Emilia Kälber | Klasse G9
Christliche Schule Hardt