Beim Taekwondo wird oft mit Kicks gegeneinander gekämpft. | Foto: Adobe Stock

Gymnasium Hohenbaden

Der Weg des Fußes und der Faust

Es gibt viele verschiedene Kampfsportarten, die meisten davon wurden als Tradition für das Schlachtfeld weitergebildet und sind inzwischen schon über 4000 Jahre alt. Mit der Zeit haben sich diese präzisiert und neu gebildet und stehen jetzt so vor uns, wie wir sie heute kennen. Wir blicken nun auf eine alttraditionelle Kampfkunst, die aus Korea stammt und über 3000 Jahre alt ist: Taekwondo.

Das Wort „Taekwondo“ selbst lässt sich grob als „Der Weg des Fußes und der Faust“ übersetzen, auch wenn das Kicken mit den Füßen im Vordergrund steht. Die Hände werden während des Kämpfens kaum benutzt. Wie in vielen Kampfsportarten gibt es auch im Taekwondo ein Gürtelsystem, angefangen vom weißen bis hin zum schwarzen Gürtel. Doch damit ist es nicht vorbei, man kann weitere neun schwarze Gürtel, die sogenannten Dans, erreichen.

Gürtel gibt es nach absolvierten Prüfungen

Bis heute gibt es jedoch nur einen Menschen, der den letzten Gürtel erreicht hat. Um eine Stufe weiterzukommen, muss man Prüfungen absolvieren. Für diese lernt man sogenannte Poomsen, das sind vorgeschriebene Formen (Bewegungsabläufe aus einem Kampf), die man auswendig lernt und dem Prüfer in Präzision vorzeigt. Hinzu kommen weitere Disziplinen wie Selbstverteidigungsdemonstrationen mit einem Partner und Freikampf.

Diejenigen, die sich unter Taekwondo bisher nichts vorstellen können, können sich im Sommer 2021 bei Olympia ein Bild verschaffen. Wenn man selbst Taekwondo machen möchte, ist eine gewisse Gelenkigkeit von Vorteil. Mitglieder des Taekwondo Trainingszentrums Mittelbaden warfen aber auf Nachfrage ein, dass das automatisch mit der Zeit und dem Training komme. „Schließlich haben wir alle von Null angefangen“, so einer der Jugendlichen.

Kampfsport hilft gegen Stress und Sorgen

Mittlerweile sei der Verein wie eine zweite Familie geworden. Begeistert berichten die Jugendlichen von ihrem Hobby. Man könne die ganzen Schulsorgen und Stress beim Kämpfen „rauskicken“. Wer zudem seine Fitness und Selbstverteidigungskenntnisse verbessern möchte, sollte sich diese Sportart also unbedingt näher anschauen.

Nikolaj Paitschadse | Klasse 9b
Gymnasium Hohenbaden