Computer spielen in vielen Lebensbereichen eine größere Rolle. | Foto: bilderbox.com

Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe

Computerspielen ist nicht gefährlich

Ist Gaming beziehungsweise Computerspielen gefährlich oder schädlich für die Spielenden? Das ist eine Frage, die sich jeder Computerspieler schon mal gestellt hat, auch wenn Eltern das wohl noch häufiger tun. Die Folgen sind noch nicht ganz klar, doch wenn es nach den Eltern geht, sind Computerspiele häufig für alles Mögliche verantwortlich.

Ab und zu hört man, dass Videospiele die Gewaltbereitschaft erhöhen und auch noch süchtig machen. Jetzt gilt es zu beurteilen, inwiefern das zutrifft. Die Aussage, dass Videospiele süchtig machen, ist meistens korrekt, wobei man aufpassen muss, um welchen Spieler und welches Spiel es geht. Das Suchtpotenzial ist meistens alters- und interessenbasiert. Ob ein Spiel gewalttätig macht, ist eine andere Frage. Studien sagen nein, es gibt keinen Zusammenhang zwischen Spiel und Realität, doch würde es nach den Eltern gehen, dann ja.

Auf der Suche nach Antworten

Es stellt sich jetzt die Frage, ob Videospielen die Kurzsichtigkeit fördert.Grundsätzlich gilt, dass wenn man konzentriert am Bildschirm arbeitet, sich der Lidschlagrhythmus verringert und die Augen austrocknen. Aber das fördert nicht die Kurzsichtigkeit. Forscher nehmen an, dass sich durch eine geringe Entfernung zum betrachteten Objekt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlsichtigkeit erhöht. Auch LED-Licht, also blaues Licht, steht im Verdacht, es könnte Fehlsichtigkeit und Augenprobleme hervorrufen, aber man ist sich nicht sicher, da das Problem zu jung ist, als dass es genügend verlässliche Studien gibt.

Noch eine letzte Frage stellt sich zum Abschluss: Hat das Spielen am Computer irgendwelche negativen Effekte auf die Psyche, wie Unzufriedenheit mit dem Leben? Die Antwort liefert auch hier eine Studie darüber, wie der Videospielkonsum sich auf die Psyche auswirkt. Die Forscher teilten die Testpersonen in vier Gruppen ein, die, die nicht spielen, die, die eine Stunde pro Tag spielen, die, die zwischen einer und drei Stunden spielen und die, die mehr als drei Stunden pro Tag spielen.

Videospielkosum kann schwerwiegende Folgen haben 

Die Studie hatte das Ergebnis, dass Menschen, die bis zu einer Stunde pro Tag spielen, in allen Kategorien leicht bessere Messwerte hatten, als die, die nicht spielten: Das heißt diese Personen wiesen weniger Schwierigkeiten, mehr Kompetenzen und eine höhere Zufriedenheit mit ihrem Leben auf.

Die Menschen, die zwischen einer und drei Stunden pro Tag spielten, hatten ähnliche Messwerte, wie die Menschen, die gar nicht spielten.Menschen, die mehr als drei Stunden pro Tag spielen, zeigten problematische Züge, weniger positive Attribute und geringere Lebenszufriedenheit als Nicht-Gamende.

Es gibt einen Haken

Zusammenfassend kann man sagen, das Videospielen in Maßen einen eher positiven Effekt auf die Psyche und die kognitiven Fähigkeiten hat. Allerdings ist das negative Ergebnis bei den viel Spielenden sicher auch daher zu erklären, dass durch den Zeitkonsum der Videospiele andere Hobbys vernachlässigt werden.

Abschließend kann man sagen, dass das Videospielen keinen so schlimmen Effekt hat, wie allgemein angenommen, der Haken ist nur, nicht zu viel zu spielen und andere Aktivitäten nicht zu vernachlässigen.

Daniel Müller-Hagedorn | Klasse 9d
Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe