Familien mit drei oder mehr Kindern sind heute selten geworden. Es ist nicht leicht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen und Kinder kosten auch Geld. | Foto: svitlychnaja / Adobe Stock

Markgraf-Ludwig-Gymnasium

Wie sich die Familie verändert hat

Im 20. Jahrhundert waren die Familien noch viel kinderreicher als heute. Die Gründe dafür sind für jede Person verschieden.

Auf die Frage, ob er sich vorstellen kann, mit sieben Geschwistern in einem Haus zusammenzuleben, antwortet Thorsten Wurz, ein 41-jähriger Familienvater aus Baden-Baden: „Grundsätzlich kann ich mir das gut vorstellen, aber in der heutigen Zeit ist das undenkbar, da heute jedes Kind seine eigenen Ziele verfolgen kann. Das wäre damals so nicht möglich gewesen.“ Auf die gleiche Frage antwortet Tanja Wurz, eine Mutter von zwei Kindern: „Es wäre schon schön, viele Geschwister zu haben, weil dann immer einer für einen da wäre, aber in der heutigen Zeit ist das einfach finanziell nicht machbar.“

Thorsten Wurz beantwortet die Frage, was die Kinder aus dem 21. Jahrhundert von den Kindern heutzutage unterscheidet, mit: „Früher hatten die Kinder nicht so viele Möglichkeiten, Freizeitaktivitäten nachzugehen, wie heute. Damals war das Angebot einfach viel kleiner.“

Auf die Frage, warum heutzutage weniger Familien Kinder haben, antwortet Tanja Wurz: „Ich denke, dass Kinder sehr viel Zeit und Geld kosten und nicht jede Familie genügend Mittel hat, um dies einem Kind zu bieten.“ „Ich denke, dass das daran liegt, dass Frauen und Männer heutzutage ihre Karrieren gleichberechtigt verfolgen können und daher einfach keine Zeit für ein Kind haben. Damals war das anders. Damals musste die Frau zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern und der Mann musste arbeiten gehen,“ meint Thorsten Wurz dazu. 

Tanja Wurz entgegnet auf die Frage, warum Kinder heute mehr Geld kosten als früher: „Heutzutage brauchen Kinder eigene Computer und Smartphones, die eine Menge Geld kosten. Ebenfalls werden die Talente von Kindern heute mehr gefördert als früher.“

Zusammengefasst würden sich Thorsten Wurz und Tanja Wurz über mehrere Kinder zwar freuen, aber sie sehen es trotzdem nicht als möglich an, da man nicht genügend finanzielle Mittel habe und man als Elternteil nicht genügend Zeit mit jedem Kind verbringen könne, damit die Bedürfnisse aller Kinder befriedigt sind.

Maximilian Wurz | Klasse 9b
Markgraf-Ludwig-Gymnasium Baden-Baden