Das Familienleben ist heute vielfältiger und immer noch unverzichtbar. | Foto: Nina Burkart

Markgraf-Ludwig-Gymnasium

Wie geht Familie heute?

Was bedeutet Familie für uns?

Die Familie steht meistens ganz oben, wenn Leute in Deutschland gefragt werden, was ihnen am Wichtigsten ist. Das ist klar, denn die eigene Familie sorgt nicht nur für äußere Lebensbedingungen wie Wohnung, Nahrung und Kleidung, sondern auch dafür, dass die Kinder emotionale Bindungen entwickeln und lernen, Vertrauen aufzubauen. Dadurch entfalten sich soziale Fähigkeiten, die im späteren Leben helfen einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Wie haben sich die Familien verändert?

Bis in die 1950er und 1960er Jahre war die sogenannte Kernfamilie Vater, Mutter und Kind die dominante Form des Zusammenlebens. Der Vater war das Familienoberhaupt, verdiente das Geld und war für die sozialen Kontakte zuständig. Die Mutter war meistens zu Hause und kümmerte sich um den Haushalt sowie um ihre Kinder, die als Arbeitskräfte fest mit eingeplant wurden.

Doch mit der Zeit verband man mit dem Begriff Familie auch andere Lebensformen. Mittlerweile gibt es Formen, bei denen es nur einen Elternteil gibt oder gleich mehr als zwei. Eine häufige Familienform heutzutage ist die Patchworkfamilie, in der Kinder leben, die nicht die gleichen Eltern haben. In Adoptivfamilien sind die Kinder adoptiert und stammen biologisch nicht von den Adoptiveltern ab. Bei Regenbogenfamilien ist mindestens ein Elternteil homosexuell, transsexuell oder bisexuell. Die meisten Kinder dieser Familien stammen aus früheren Beziehungen oder werden in die Familien hineingeboren.

Familie ganz nah erleben

Wie wir alle wissen, begleitet uns das Coronavirus schon über ein Jahr und viele Eltern arbeiten daher von Zuhause aus. Jedoch ist das nicht gerade der beste Arbeitsplatz, denn man wird von seiner Familie auch gestört, vor allem wenn man noch Babys oder kleinere Kinder hat, die Betreuung brauchen. Daher ist es verständlich, dass man keine Geduld mehr hat, wenn man 24 Stunden auf engem Raum lebt.

Dank dieser Zeit merkt man aber, wie wichtig die eigene Familie überhaupt ist, denn sie ist jeden Tag da und verschönert einem das Leben. Ohne sie wäre man aufgeschmissen und einsam, wie es leider auch oft bei älteren Menschen vorkommt, die nicht mehr im Familienverbund leben.

Was hat die Familie, was Freunde nicht haben?

Es ist Verbundenheit! Der Spruch „Freunde kann man sich aussuchen – Familie nicht“ ist wohl richtig, da man sich meistens gut mit seinen Freunden versteht und auf gleicher Wellenlänge ist. Wenn sich Freunde entscheiden in einer Wohngemeinschaft zusammenzuleben, kann die Freundschaft auch auf die Probe gestellt werden, da es im Alltag zu Konflikten kommen kann. Trotzdem ist es eine beliebte Form des Zusammenlebens, aus der auch Freundschaften entstehen können und falls es nicht funktioniert, kann man sich leichter trennen.

Das Kind seiner Eltern oder die Eltern seines Kindes bleibt man jedoch für immer!

Nina Burkart | Klasse 9b
Markgraf-Ludwig-Gymnasium Baden-Baden