Der Regenbogen als Symbol für gleichgeschlechtliche Paare, die mit Kindern in einer Familie leben. Sie heißt Regenbogenfamilie
Die Liebe ist bunt: Trotz rechtlicher Gleichstellung erleben gleichgeschlechtliche Paare aber immer noch Intoleranz. | Foto: pusteflower9024 / Adobe Stock

Gymnasium Hohenbaden

Mehr Vielfalt gefordert

Im Laufe der Zeit fand das Thema Homosexualität immer mehr Einzug in unseren Alltag. So bürgerten sich weitere Begriffe ein. Einer davon ist das Wort ,,Regenbogenfamilie“. So werden laut Wikipedia Familien genannt, „bei denen Kinder bei zwei gleichgeschlechtlichen Partnern als eine Familie leben“. 2019 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland rund 15.000 gleichgeschlechtliche Paare mit insgesamt rund 22.000 Kindern gezählt.

Auch mit dem Pride Month, der jährlich im Juni stattfindet, bekam die Gleichgeschlechtlichkeit mehr Aufmerksamkeit. Der Pride Month soll für mehr Toleranz und gesellschaftliche Offenheit werben. Heute sind Homosexuelle in Deutschland rechtlich gleichgestellt. Früher war dies aber nicht so. Erst seit 1990 klassifiziert die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität nicht mehr als eine psychische Störung und selbst dazu hat es viel Aufwand gebraucht: so den Stonewall-Aufstand von 1969 in New York und als Folge davon den Christopher Street Day, ein jährlicher Fest- und Gedenktag, an dem man sich für die Rechte aller Queeren einsetzt.

Regenbogenfamilien stoßen auf viele Hürden

Auch im heutigen Alltag stoßen viele Mitglieder der Queer-Community auf Diskriminierung. Eine besonders davon betroffene Gruppe sind Regenbogenfamilien. Ein Kinderbuch über die Vielfalt von Liebe und Leben ist schon eine wahre Seltenheit. Es gibt viele Hürden, auf die man im alltäglichen Leben stößt: seinen Kindern den richtigen Umgang mit schiefen Blicken und dummen Sprüchen beibringen, die Bemühungen dafür, sich gegen Diskriminierung zu stellen oder sogar ein Familienticket im Freibad zu bekommen. Vom Outing vor anderen bis zum Kinderwunsch zeigt sich, wie verschlossen die Gesellschaft eigentlich noch ist. Wir finden, dass die Kinder, die in Regenbogenfamilien leben, ein genauso ,,normales“ Leben haben sollten wie jedes andere Kind. Deshalb sollten sich alle Menschen dafür einsetzen, mehr Diversität zu akzeptieren. 

Josephine Berghoff und Alika Zeitler | Klasse 9a
Gymnasium Hohenbaden Baden-Baden