Familie, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen, kann ganz schön stressig sein, im Lockdown ganz besonders. | Foto: Adobe Stock

Markgraf-Ludwig-Gymnasium

Corona hat das Familienleben auf den Kopf gestellt

Seit nun fast einem ganzen Jahr begleitet uns das Coronavirus und beeinflusst unseren Alltag. Vor allem am Anfang war diese Situation für viele Menschen nicht ganz einfach, da sie unbekannt und ungewöhnlich war. Mit am meisten war das Familienleben betroffen und alles wurde auf den Kopf gestellt. Kindergärten und Schulen wurden geschlossen und die Eltern mussten unter ständigem Druck im Homeoffice arbeiten. Somit waren alle zu Hause, was für viele Familien zu einem Problem wurde. Was anfangs noch ganz schön war, erwies sich mit der Zeit zu einer riesigen Herausforderung.

Eltern sind besonders belastet

Es stellten sich viele verschiedene Fragen, beispielsweise wie die Versorgung der Kinder gewährleistet werden kann, wenn Erwachsene ihre Jobs verlieren oder wie man in solch einer Situation den Alltag gut strukturieren kann. Angst, Stress und Unsicherheit waren Folgen davon. Auch die jüngeren Kinder so auszulasten, wie sie es eigentlich durch die Interaktion mit anderen Kindern in ihrem Alter gewohnt waren, war nicht immer einfach. Vielen Eltern fiel zu Hause „die Decke auf den Kopf“, weil sie unter der ganzen Last und den vielen neuen Herausforderungen litten.

Zoff in der Familie war vorprogrammiert

Doch genau in so einer Zeit ist es wichtig, die Hoffnung nicht zu verlieren und an bessere Zeiten zu glauben. Auch Geduld spielte eine große Rolle – vor allem in Familien. Es kam öfters zu Streits und man schrie sich nur noch an, eigentlich kein Wunder, wenn man die ganze Zeit zusammen verbringt und keine Abwechslung davon hat. Doch auch das regelte sich mit der Zeit. Die Menschen konnten sich an die neue Situation gewöhnen und lernten mit ihr umzugehen. Eltern lernten, den Alltag für sich selbst und ihre Kinder zu strukturieren, die Jüngeren lernten, auch mal abzuwarten und sich alleine zu beschäftigen und Schüler kamen immer besser mit dem Homeschooling klar, entwickelten mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Es entwickelte sich eine gewisse Routine.

Aus dieser ganzen Zeit können wir also trotz negativer Erfahrungen und Belastungen auch viel Positives mitnehmen. Die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt und jeder einzelne von uns hat etwas für sich gelernt. Es ist wichtig, an positiven Dingen festzuhalten und nicht immer das Schlechte zu sehen, denn genau in solchen schweren Zeiten ist es das, was uns stärkt!

Julia Hatz | Klasse 9a
Markgraf-Ludwig-Gymnasium Baden-Baden