Der Schritt aus der Komfortzone | Foto: Klasse 9, Gymnasium Hohenbaden

Gymnasium Hohenbaden

Was können Schüler für die Umwelt tun?

Anna Sophie Kuhlmann ist Schülerin des Lender-Gymnasiums in Sasbach-Walden. Außerdem ist sie Umweltaktivistin und Mitglied der Partei „Bündnis 90/Die Grüne“. Sie ist Ortsvorstandsbeisitzende in der Region Bühl und gründete eine Gruppe, welche sich in dieser Region für die Umwelt und das Klima einsetzt. Dies macht sie durch die Organisation von Infoworkshops und Demonstrationen, unter anderem „Fridays for Future“.

 

Frau Kuhlmann, was machen Sie als Schülerin für das Klima?

Ich habe schon vor einigen Jahren angefangen, mich mit der ganzen Thematik zu beschäftigen. Zuerst habe ich einige Workshops zu dem Thema besucht und meine Ernährung auf vegan umgestellt […]. Wichtig ist es vor allem, auch darauf aufmerksam zu machen, wie es gerade um unseren Planeten steht. Durch Fridays for Future, meine Arbeit im Ortsvorstand der Region Bühl von den Grünen sowie bei der Grünen Jugend und bei der Organisation des Klima-Mitmach-Festivals des GFB sehe ich eine Chance, sich aktiv für eine progressivere Klimapolitik einzusetzen und auch diese Reichweite zu erlangen. Im Alltag gibt es natürlich noch unzählige weitere Sachen, die ich verändert habe, um unsere Umwelt zu schützen. […]

 

Inwiefern setzen Sie sich an ihrer Schule für das Klima ein?

Wir möchten uns für mehr Nachhaltigkeit beim Essen in der Cafeteria einsetzen, indem auch nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch kommt. Unseren Süßigkeiten Automaten könnten wir mit Produkten aus dem Fair Trade-Laden der Schule bestücken. Auch unser Kaffeeautomat ist alles andere als nachhaltig. Wir haben konventionellen Kaffee, zu dem man jedes Mal einen beschichteten Pappbecher mitnehmen muss. Auch hierbei wollen wir eine Alternative finden.

 

Auf welche Dinge im Alltag, die das Klima beeinflussen, sollte der Leser achten?

Auf verschiedene Siegel beim Einkaufen achten (Bio, Demeter…), weniger tierische Produkte konsumieren, Palmöl vermeiden, das Auto öfter mal in der Garage lassen und Alternativen nutzen und der wohl wichtigste Punkt ist es, sich immer weiter zu informieren. Es gibt wahnsinnig viele Stellen, an denen man noch etwas verbessern kann. Generell sollte man Dinge nicht so schnell als selbstverständlich sehen und auch mal hinter die Fassaden von Konzernen, Industrien, etc. schauen. Oder sich auch mal trauen etwas zu sagen und einfache Dinge im Alltag zu ändern; dazu gehört es auch, manchmal etwas aus der Komfortzone herauszukommen […].

 

 

Aus diesem Interview kann man schließen, dass auch wir Schüler eine Position in der Gesellschaft haben, durch die wir Einfluss auf Veränderungen haben können. Anna Sophie Kuhlmann ist ein Beispiel für dieses Potential, denn sie hat nicht nur in ihrem Alltag auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz geachtet, sondern auch dafür gesorgt, dass ihr Umfeld sich mehr Gedanken über die Folgen seines Handelns macht. Denn gerade in Zeiten des Klimawandels sind wir Menschen moralisch dazu verpflichtet, sich für die Umwelt und das Klima zu engagieren.

 

Andreas Umbrath, Silas Seebacher, Simon Hermann, Marvin Ernst| Klasse 9 Gymnasium Hohenbaden