Angler müssen sich ruhig verhalten. | Foto: privat

HUMBOLDT-GYMNASIUM

Ohne Haken kein Fisch

Mein Hobby ist das Angeln. Ich finde es ist eines der schönsten Hobbys, die es gibt. Man ist in der Natur und kann sich vom Alltags- und Schulstress erholen. Doch was muss man alles über das Angeln wissen?

Regeln müssen eingehalten werden

Zuerst einmal muss man eine Erlaubnis erhalten, um in bestimmten Gewässern angeln zu dürfen. Außerdem ist die Ablage einer Fischerprüfung Pflicht, in der geprüft wird, ob man alles über das Thema „Angeln“ weiß. Wenn diese erfolgreich absolviert wurde, ist noch nicht Schluss. Die Kenntnis darüber, welcher Fisch wann Schonzeit hat, wie viele Fische der gleichen Art gefangen werden dürfen und welches Mindestmaß diese besitzen müssen, ist eine weitere Voraussetzung. Fische, die sich in der Schonzeit befinden, oder zu klein sind, müssen in das Gewässer zurückgesetzt werden. Es darf nie ein lebender Fisch in einem Eimer gehalten werden, es sei denn, diesem wird Sauerstoff zugeführt. Dies hat mit den strengen Richtlinien des Tierschutzes zu tun. Diese verbieten ebenfalls mit lebenden Köderfischen zu angeln und bilden einen großen Teil des Prüfungsthemas. Auch Tiere haben Rechte.

Was ebenfalls zu meinem Hobby gehört, ist die gute Kenntnis über das Angelequipment und die richtige Auswahl der Montagen für den Zielfisch. Hier unterscheidet man vor allem zwischen Fried- und Raubfischmontagen. Zudem kann man mit Pose fischen oder den Köder auf Grund legen, je nachdem auf welchen Fisch man es abgesehen hat.

Auf den Köder kommt es an

Ich verbringe recht viel Zeit mit der Ausübung meines Hobbys. Von Frühling bis Herbst kümmere ich mich jedes zweite Wochenende um meine Ausrüstung oder gehe ans Gewässer. Insgesamt besitze ich 14 unterschiedliche Ruten für verschiedene Fischarten. Von der Welsrute über Raubfischruten bis hin zur Friedfischrute. Jährlich investiere ich ungefähr 200 Euro in mein Hobby, um Schnur, Haken, Rollen, Wirbel, Köder, Futter und anderes zu kaufen.

Wer Interesse am Angeln hat, der kann sich an die verschiedenen Angelvereine in seiner Umgebung wenden. Dort bekommt man weitere Informationen. Angelinteressierte brauchen vor allem Geduld, denn es kann manchmal sein, dass es sehr lange dauert, bis ein Fisch anbeißt. Hat dieser angebissen, muss natürlich auch das richtige Töten und Ausnehmen gelernt sein. Das Tier darf auf keinen Fall leiden. Da das Ausnehmen eine blutige Angelegenheit ist, darf man sich nicht vor Blut fürchten. Keinesfalls darf man Ekel gegenüber Würmern und Maden besitzen, die als beliebte Köder gelten.

Mit dem Fisch spielen

Konzentration und Fingerspitzengefühl sind ebenfalls gefragt. Mancher fragt sich nun, wozu denn das? Ohne Haken fängt man nun mal keinen Fisch und dieser Haken muss oftmals noch an die dünne Schnur geknotet werden. Dafür gibt es verschiedene Techniken und unterschiedlichste Knoten.

Hat dann endlich ein Fisch angebissen, wie zum Beispiel ein Wels oder ein Hecht, die beachtlich groß werden können und enorme Kraft haben, benötigt man Ausdauer und Konzentration. Nie darf man ihn zu schnell herausziehen. Um den Fisch landen zu können, muss man mit ihm „spielen“. Schnur geben, einholen, Schnur geben, müde werden lassen, wieder ein bisschen einholen. Das ist neben der Ruhe und der Natur das Schönste am Angeln. Man fühlt sich danach so glücklich und erschöpft wie nach einem langen Lauf. Für mich gibt es kein schöneres Hobby.

Maxim Neithardt | Klasse 10a
Humboldt-Gymnasium