ZiSch | Anne-Frank_Realschule Ettlingen | Klasse 8c
Kratzbürstiger Stubentiger: Katzen können ganz schön wild sein. | Foto: dpa

Anne-Frank-Realschule

Katzenfreunde haben es nicht leicht

Angelique Schwarz, Luisa Friedle, Maxine Simon, Celine Bethge | Klasse 8c
Anne-Frank-Realschule Ettlingen

Kleine Kratzbürsten sorgen für Chaos beim Tierarzt

Jeden Tag das Gleiche in den Tierarztpraxen der Umgebung. Genervte Empfangsdamen hinter der Theke und ständig gehetzte Tierärzte und Helfer rasen vom OP-Saal zum Röntgenzimmer und in die verschiedenen Untersuchungszimmer. Meterlange Spritzen und grüne, angsteinflößende Impfstoffe werden aus den Regalen geholt und von einem Ort zum anderen gebracht. Ständig laufen zu Tode besorgte „Dosenöffner“ mit ihren Vierbeinern in der Praxis ein. Doch nicht etwa die Hunde sind die häufigsten Patienten, nein, die Katzen sind die Stammkunden, die sich ständig verletzen. Wie kratzbürstige Furien nehmen sie das Katzenwartezimmer ein. Und wenn der Platz dort nicht reicht, beherrschen sie auch noch das Hundewartezimmer und dringen in die Privatsphäre der Hunde ein.

Die Katzenliste am PC ist schon fast am Überlaufen. Beinahe jedes Mal stürzt er ab und brachte schon so manchem Computertechniker seinen Monatslohn ein. Auch bei den Untersuchungen halten sie nicht still. Die Samtpfoten kratzen und beißen um sich und lassen niemanden an sich heran. Die Tierärzte sind ratlos und raufen sich verzweifelt die Haare. Und wenn die Kratzbürsten die Praxis verlassen, werfen sie sich zu Hause theatralisch auf das Sofa und fordern umgehend eine ausgiebige Streicheleinheit. Im Gegensatz zu den Katzen sind die Hunde immer viel ruhiger und lassen die Untersuchungen ohne Knurren über sich ergehen. Aber trotz der ganzen Hektik und dem vielen Stress haben wir unsere kleinen Katzenfreunde lieb.

Maren Wiedemer | Klasse 8c

Der Tiger fürs Wohnzimmer: die Toyger

Die Geschichte der Toyger Katzenrasse begann in den 1980er Jahren. Judy Sugden versuchte eine Katze im Tiger-Look zu kreieren. Dazu musste man die getigerte Tabby (andere Katzenrasse) so verändern dass die Bänder, also die Kringel auf dem Fell, geschlossen am Körper nach unten laufen und auch im Gesicht und an den Schläfen vorhanden sind. Die Grundlage für dieses Zuchtprogramm war der Bengal Kater (Millwoof Rumpled Spotskin) und die Hauskatze Scrapmetal. 1993 kam noch die indische Straßenkatze Jammu Blu dazu, die zwischen den Ohren nicht die regulären Tabby Streifen hatte, sondern Punkte. Ab diesem Jahr wurde die Toyger Katze von der TICA im Zuchtbuch registriert und ab 2000 auch bei Ausstellungen zugelassen. 2007 hat die TICA die volle Anerkennung ausgesprochen. Seit Juli 2009 gab es keine andere Organisation, die diese Katze anerkannt hat.

Sportliche und selbstbewusste „Designer-Katze“

Ihr Durchschnittsgewicht beträgt 5,5 Kilogramm (Kater) und 4 Kilogramm (Kätzin). Sie ist eine mittelgroße Hauskatze, die mit der Zeichnung, dem Typ, dem Selbstbewusstsein und den Bewegungen der Großkatzen ähnelt. Die Ohren sind rund und klein, genauso wie die Augen, die tief im Schädel sitzen. Der Kopf ist lang und breit sowie die Nase. Der Abstand von Boden zu Körper ist gleich groß wie die Körperhöhe und die Schultern können die Rückenlinie unterbrechen. Die Brust ist breit und die Beine sind mittellang, gleich lang vorne und hinten. Der Schwanz ist sehr lang und hat ein gerundetes Ende. Ebenso sind die Pfoten sehr groß. Die Katze ist eher selbstbewusst. Das bedeutet, dass die Knochen sehr groß sind und die Katze nie zierlich ist. Unter anderem ist sie sehr muskulös und athletisch, also eine sehr sportliche Katze. Als Farbe ist nur brown tabby macherel anerkannt.
Da die Toyger eine „Designer-Katze“ ist, wird sie auch in Zukunft auch als „Designer-Katze“ anerkannt. Die beteiligten Züchter versuchen mit Morphing ihr Zuchtziel mit Bildern festzuhalten. Damit soll es ihnen leichter möglich sein, ihr Zuchtziel, den Tiger für das Wohnzimmer zu erreichen.