Foto: Jakob Siegele

Thomas-Mann-Gymnasium

Hühnerzucht – Ein interessantes und nützliches Hobby

Ein Frühstücksei von den eigenen Hühnern ist eine tolle Sache. Wenn man die Hühner dann auch noch selbst züchtet, wird daraus ein faszinierendes und sinnvolles Hobby.

Hühnereier im Brutautomaten in Eigenregie auszubrüten, die Küken beim Schlüpfen zu beobachten und die Tiere dann aufwachsen zu sehen, ist sehr interessant, bereitet sehr viel Spaß und man lernt jede Menge über die Tiere und ihr Verhalten.

Drei intensive Wochen Brutzeit

Zunächst müssen Eier ausgewählt werden. Dann werden die Eier auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit einem Kreuz und einem Punkt markiert. Das ist wichtig, weil die Eier während der Brut täglich drei Mal gewendet werden müssen. Würde man dies nicht tun, kann sich aus dem Eiweiß eine Art Faden bilden, der die Küken am Schlüpfen hindert. Der regelmäßige Wendeprozess muss über die gesamte Brutzeit erfolgen. Im Brutautomaten sollte eine konstante Temperatur von 37 Grad Celsius herrschen. Die gesamte Brutzeit erstreckt sich über drei Wochen.

Vorbereitungen treffen

Bis zum Schlupf sollte ein Nest für die Tiere vorbereitet sein. Dazu verwendet man am besten ein offenes Aquarium oder einen Karton. Darin sollte Streu in Form von Sägemehl oder Stroh enthalten sein. Außerdem sollte das Nest mittels einer Wärmelampe warmgehalten werden. Zum Essen benötigen die Küken fein gemahlenes Kükenmehl und das Trinkwasser sollte in einer flachen Schale angeboten werden, damit die Küken nicht ertrinken können.

Das Schlüpfen

Der Schlüpfprozess der Hühner kann eventuell einen ganzen Tag dauern, weshalb man den Schlupftag genau einplanen sollte. Dieser ist 20-23 Tage nach Beginn der Brut. Während des Schlüpfens sollte man durchgehend anwesend sein, gegebenenfalls auch in der Nacht. Denn es könnte beispielsweise sein, dass sich ein Küken beim Schlupf im Ei verfängt. Im Normalfall jedoch schaffen es die Küken selbstständig. Danach wird das Tier zunächst erschöpft am Boden liegen und benötigt viel Ruhe. Da das Gefieder am Anfang noch klebrig-feucht ist, sollte man das Tier zum Trocknen an einen warmen Ort bringen.

Nach etwa vier Monaten Lebenszeit können die Hühner nun in einen Stall im Außenbereich gesetzt werden. Die Lebenserwartung von Hühnern beträgt je nach Rasse und Geschlecht fünf bis acht Jahre.

Weitere Informationen

Ein Brutautomat kostet neu etwa 150 Euro plus Stromkosten für den Betrieb. Die Kosten für das Futter von fünf Hühnern liegen bei etwa 30 Euro im Monat, weil man die Tiere zudem noch mit frischem Gras aus dem Garten und mit Resten aus der Küche versorgen kann. Dazu muss man noch die Kosten für den Stall und für das Einstreu berechnen.

Wer sich noch genauer über die Hühnerzucht informieren möchte, kann sich an einen örtlichen Kleintierzuchtverein wenden oder, so wie ich das getan habe, auf die Erfahrung von Großeltern zurückgreifen. Außerdem gibt es im Internet oder bei Zoohandlungen jede Menge Tipps.

Dieses Hobby bereitet meiner Meinung nach sehr viel Spaß, weil man Vieles über das Verhalten und die Gewohnheiten der Tiere lernt und zudem noch eigene Eier zum Essen bekommt.

Jakob Siegele | Klasse 9c
Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee