ZiSch - Freizeit - Rad im Grünen
Ab ins Grüne? Hauptsache, nach Schulschluss mal was anderes sehen. | Foto: ©Petair - stock.adobe.com

Richard-Wagner-Gymnasium

Freiheit auf zwei Rädern

Downhill ist ein Extrem-Fahrradsport, er gehört zu der Kategorie Mountainbike, bei dem es bergab geht, wie der Name schon sagt. Die Strecken, die meistens auch durch den Wald führen, haben nur ein Kriterium: je wilder steiniger und unebener, umso mehr Nervenkitzel gibt es dem Biker. Die Waldwege sind von Wurzeln und Steinfeldern geprägt. Es gibt auch speziell angelegte Strecken, die für Wanderer nicht begehbar sind. Die angelegten Trails sind zusätzlich mit unterschiedlichsten Sprüngen versehen. 

Nicht ohne die nötige Ausrüstung

Um Downhill zu fahren benötigt man eine gute Schutzausrüstung und ein stabiles Fahrrad. Die Schutzausrüstung besteht aus unterschiedlichen Protektoren. Ein Helm („Fullface-Helm“), Oberkörperprotektoren (Brust- Schulter- und Rückenpanzer), Ellenbogenschoner, Handschuhe, Knie- und Schienbeinschützer. Spezielle Schuhe sorgen durch ihre Anpassungsfähigkeit der Sohle für besseren Halt am Pedal.

Es gibt verschiedene Fahrradtypen. Sie unterteilen sich in Mountainbike, Enduro und Downhill. Das Mountainbike hat unter dem Lenker eine Federgabel. Es ist für Touren, Trails und für leichte Downhill Strecken gut geeignet. Das Enduro ist vielseitig einsetzbar. Es kann gut Mountainbiketouren fahren sowie auf Trails heizen und kann auch anspruchsvolle Downhill-Strecken fahren.  Dieses Bike hat unter dem Sattel noch einen zusätzlichen Dämpfer, der die Steine und Wurzeln noch mehr abfedert. Das Downhill-Bike ist für die extremeren Sachen geeignet, weil es ebenso wie das Enduro einen Dämpfer besitzt, aber mehr Federweg hat und mit einem stabileren Rahmen gebaut ist. Es ist für Mountainbiketouren nicht so gut geeignet, da es keine kleinen Gänge besitzt, extrem schwer ist und die meiste Kraft, die man ins “Reintreten“ steckt, in die Feder verschwindet. Dadurch ist eine schnelle Fortbewegung nicht möglich. Allerdings ist es bei den Abfahrten dann umso besser und schneller.

Fast wie fliegen

Downhill ist ein anspruchsvoller Sport der Körperbeherrschung, volle Konzentration und Geschicklichkeit fordert. Durch das schnelle Fahren und die großen Sprünge gibt es einen Kick der besonderen Art, der sich für mich mit Fliegen vergleichen lässt. Einfach Adrenalin pur.

Es sitzt zwar jeder auf seinem eigenen Bike und fährt alleine für sich den Trail und trotzdem ist ein großer Teamgeist vorhanden, denn die Biker geben sich gegenseitig Tipps, helfen einander und genießen die Stunden gemeinsam auf dem Trail. Meine „Hometrails“ sind in Baden-Baden am Battert und Fremersberg. Weiter entfernte Strecken sind Sasbachwalden, Rammersweier bei Offenburg oder Bad Wildbad.

Mit Respekt durch die Natur

Ich selbst genieße jede freie Minute mit meinem Enduro, wenn ich mit viel Speed die Trails fahre. Ich habe mich für dieses Bike entschieden, da ich zwar sehr oft die unterschiedlichsten Downhill-Strecken fahre, aber auch gerne einfach mal so eine Tour mache. Ich habe aber noch den großen Traum, mir ein Downhill-Bike zu kaufen, das ich dann wirklich nur für das „Extreme“ nutzen kann.

Zum Schluss möchte ich noch etwas mitgeben, Downhillfahren ist kein rüpelhaftes „durch den Wald rasen“. Die Biker haben Respekt vor der Natur und versuchen auch ihre Strecken so zu bauen das es so wenig wie möglich der Natur schadet.

Daniel Müller | Klasse 8b
Richard-Wagner-Gymnasium Baden-Baden