Gitarre spielen ist kein leichtes Hobby | Foto: bilderbox.com

Justus-Knecht-Gymnasium

Fast wie ein Profi

Es ist 17:20 Uhr, gleich beginnt der Unterricht. Ich übe noch kurz, ziehe mich dann schnell an, packe die Gitarre in den Gitarrenkoffer und laufe los. Vor der Tür der Musik- und Kunstschule hängen Werbeplakate für bald anstehende Vorführungen und Konzerte. Kaum angekommen wird man von allen Seiten von Gesprächen und Musik empfangen. Ich gehe in den ersten Stock und setze mich hin. Während ich noch ein wenig warte, höre ich den anderen Schülern beim Musizieren zu. Endlich geht die Tür auf und mein Lehrer, Herr Jettmar, begrüßt mich. Jetzt fange ich auch an zu spielen. Hier lerne ich seit der ersten Klasse jeden Mittwoch, Gitarre zu spielen und neue Tricks

Üben, üben, üben

Der Unterricht verläuft ungefähr so: Ich rede meist mit Herr Jettmar über Musik, dann stimmen wir unsere Gitarren und fangen an zu spielen. Als ich noch jünger war, hat mein Lehrer für mich einfache Songs gesucht. Jetzt, da ich meinen eigenen Geschmack für Musik gefunden habe, suche meist ich die Songs aus. Inzwischen kann ich mehr oder weniger profimäßig spielen. Um die Stücke cooler oder schöner klingen zu lassen, lerne ich jetzt zum Beispiel Tricks, wie mit dem Daumen auf die tiefste Seite zu slappen.

Allein auf der Bühne

In der Musik- und Kunstschule gibt es oft Veranstaltungen sowie Konzerte. Ich nehme ungefähr zweimal im Jahr an einer Vorführung teil, in der ich das Publikum mit meiner Gitarre begeistere. Früher habe ich im Duett gespielt, heute spiele ich allein. Anfangs hat man zwar Lampenfieber auf der Bühne, aber daran gewöhnt man sich. Das Einzige, was mir bis jetzt noch schwer fällt, ist es, bei Fehlern zu improvisieren. Ich würde jedem so ein Hobby ans Herz legen, weil man so über sich hinauswachsen kann und nette Leute kennenlernt. Aber weil es ein schweres, zeitaufwändiges Hobby ist, kann ich nachvollziehen, dass es einige Leute lieber nicht machen wollen.

Daniel Jagodic| Klasse 9a
Justus-Knecht-Gymnasium Bruchsal