Computer fürs Klassenzimmer
TABLETS UND COMPUTER: Der Digitalpakt will den Schulen Geld zur Anschaffung moderner Arbeitsgeräte geben. | Foto: © pololia / Adobe Stock

Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe

Digitalisierung an Schulen – gibt es eine papierfreie Zukunft?

„Wir dürfen nicht stehen bleiben, sondern müssen uns weiterentwickeln und an der Digitalisierung teilnehmen!“, so ein Lehrer am Gymnasium im Ellental zum Thema iPad-Nutzung an Schulen. Wir, drei Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Karlsruhe, haben uns auf den Weg nach Bietigheim-Bissingen gemacht, um eine Schule zu besuchen, die durch ein Projekt des Kultusministeriums die Möglichkeit erhalten hat, einige Klassen mit iPads auszustatten.

Mathe ohne Stift und Zettel

Insgesamt wurden vier Klassen der Mittelstufe iPads zu Verfügung gestellt. In einer Mathestunde einer neunten Klasse konnten wir einen Einblick in den Unterricht mit iPads bekommen und eine offene Arbeitsatmosphäre sowie ein entspanntes Arbeitsklima miterleben. Die Stunde verläuft anders, als wir es von zuhause kennen. Statt Frontalunterricht und Übungsaufgaben, begann der Unterricht mit dem Ausprobieren und Vertrautmachen neuer Apps. Dann wurden in Gruppen Themen erarbeitet und in Lernvideos festgehalten, dabei durften wir den Schülern über die Schulter schauen und haben ihnen ein paar Fragen gestellt. Daraufhin sagten sie uns, dass sie am Anfang sehr gerne mit den iPads gearbeitet hätten, doch jetzt würden sie einige Nachteile wie zum Beispiel technische Fehler oder schlechte Internetverbindung bemerken. Auch, dass Bücher weiterhin zusätzlich mitgebracht werden müssen, sei ein Kritikpunkt.

Für die Zukunft lernen

Andererseits kann der Umgang mit den iPads im späteren Leben weiterhelfen und man bekomme einfach ein besseres Gefühl für den Umgang mit der Technik. Unterrichtsvorbereitung sei laut dem Lehrer jetzt anspruchsvoller und zeitaufwändiger, da es an nötigem Wissen meistens fehlt. Jedoch wird dieser Zeitaufwand für ein gutes Ergebnis gerne hingenommen. Oft können die Lehrer auch abgelenkte Schüler beobachten, wodurch schnelle Ablenkungen vom Thema vermieden werden können. Durch die schulisch benutzten Apps können die Schüler und Schülerinnen zuhause den Unterricht besser nachvollziehen und auch vor den Arbeiten mit dem Material lernen und üben. Letztendlich können wir sagen, dass das System uns nicht ganz überzeugen konnte, da wir den Tablet-Gebrauch in dieser eingeschränkten Form noch nicht als große Erleichterung für die Schüler sehen. Allerdings werden neue Türen für eine innovative Gestaltung des Unterrichts geöffnet, die den Schülern unter Umständen das Lernen erleichtern können. Und vielleicht wird es in der Zukunft noch mehr Unterstützung für den Einsatz von Tablets geben, um das Prinzip auszubessern und Hefte wie auch Bücher komplett in ein digitales Medium zu verschieben. 

Selina Biernoth, Carlotta Buss, Carolin Dübon | Klasse 9b
Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe