Garde wird als Gruppe getanzt | Foto: privat

Humboldt-Gymnasium

Der karnevalistische Tanzsport

Hallo da draußen, wenn euch das Tanzen Spaß macht und ihr gerne Teil einer großen Gemeinschaft seid, seid ihr hier genau richtig, denn der karnevalistische Tanzsport bietet genau das und noch viel mehr. Egal wie fit oder alt du bist, jeder ist willkommen – auch ihr Jungs!

Erst einmal würde ich euch gerne erklären, was man genau unter dem karnevalistischen Tanzsport versteht. Einige kennen mein Hobby vielleicht schon unter einem anderen Begriff, dem Gardetanzen. Beim Gardetanzen geht es vor allem darum seine Tänze zu präsentieren, sei es auf Turnieren oder Auftritten, denn dafür wird hart trainiert.

Marschakrobatik bis Paartanz

Es gibt vier verschiedene Disziplinen, in denen man in unterschiedlichen Altersklassen antreten kann: Tanzpaare, Marsch, Tanzmariechen/ Tanzmajor und den Schautanz. Wie der Name schon verrät, wird bei einem Tanzpaar zu zweit getanzt. Das Hauptaugenmerk liegt bei den Hebungen. Man vertanzt die Marschakrobatik zusammen mit Turnelementen.

Der Marsch ist die Königsdisziplin des karnevalistischen Tanzsports. Hier wird vor allem Wert auf die Akrobatikelemente, wie Beinwürfe, Fußführung, Räder, Grätsch- und Spagatsprung gelegt. Bei der höchsten Altersklasse ab 15 Jahre, gibt es auch gemischte Garden, bei denen Jungs mittanzen, so dass Hebungen Pflicht sind.  Als Mariechen / Major tanzt man allein auf der Bühne. Zu dem Tanz gehören die Akrobatik- und Schrittelemente des Marsches und Turnelemente, wie beispielsweise freie Räder und freie Bodengänge, in den unterschiedlichsten Kombinationen. Der Schautanz ist die kreativste und freieste Disziplin. Er unterscheidet sich sehr von den anderen Disziplinen, denn es gibt keine Akrobatik, man vertanzt ein selbst ausgedachtes Thema, es gibt Requisiten und vor allem wird auf die Mimik großen Wert gelegt. Die Musik sowie das Kostüm müssen zum Thema passen. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt.

Bei Turnieren muss alles passen

Wichtig ist auch die Kleidung. Bei Schautanz ist so gut wie alles erlaubt, jedoch trägt man in den anderen Disziplinen eine Uniform.
Weiter geht es mit den Turnieren. Es gibt Qualifikationsturniere, bundeslandweite Turniere, die Halbfinale, die süddeutsche und norddeutsche Meisterschaft, und die deutsche Meisterschaft. Die deutsche Meisterschaft ist die bedeutendste Meisterschaft, auf der man tanzen kann.
Neben den Turnieren gibt es auch noch Auftritte, für die man gebucht wird. Hier gibt es keine Bewertung. Diese Auftritte werden für die Faschingsbegeisterten veranstaltet.

Sängervereinigung Knielingen

Als nächstes möchte ich euch meinen eigenen Verein vorstellen: Ich tanze beim SVK, der Sängervereinigung Knielingen. Wir trainieren zwei Mal die Woche je drei Stunden. In den letzten Jahren war unser Verein immer oben dabei und somit sehr erfolgreich. Ich persönlich habe zusammen mit meiner Gruppe zwei deutsche Meistertitel erreichen können. Die Turniere und vor allem die Meisterschaften sind natürlich die Events, bei denen man die größte Spannung und die größten Glücksmomente erlebt, aber auch die Ausflüge, das Training, das Gemeinschafsgefühl und der Gruppenzusammenhalt machen das Hobby aus.

Natürlich gibt es immer wieder Höhen und Tiefen, aber die gibt es schließlich überall. Gemeinsam organisiert unser Verein auch verschiedene Veranstaltungen. Für Faschingsbegeisterte wird in der fünften Jahreszeit eine Prunksitzung und eine Ordenssoiree veranstaltet. Für die Tänzer wird beispielsweise eine Weihnachtsfeier, Aktivenfeier und eine Maitour veranstaltet, um den Gruppenzusammenhalt zu stärken und gemeinsam Spaß zu haben.

Jeder ist willkommen 

Bei uns gibt es keine Voraussetzungen, um bei uns mitzutanzen. Es ist natürlich ein Vorteil, wenn du sportlich oder gelenkig bist, aber auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, bist du trotzdem willkommen.

Lina Jung | Klasse 10a
Humboldt-Gymnasium