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Thomas-Mann-Gymnasium

„Der Erfolg ist das Ziel, das über allem steht“

Im Januar 2020 fand die Handball-EM in Norwegen, Schweden und Österreich statt. Das deutsche Team schaffte es bis auf Platz fünf. Maßgeblich daran beteiligt war auch Uwe Gensheimer, der unsere Nationalmannschaft als Kapitän angeführt hat. Wir haben diesem Topstar ein paar Fragen zu seinem Hobby, das er nun als Beruf ausübt, gestellt.

Was ist das Besondere an Handball?

Handball ist ein unheimlich schneller und dynamischer Sport. Er ist sehr körperbetont und hat sich in den letzten Jahren noch einmal unheimlich entwickelt, was das Zuschauer- und Medieninteresse angeht.

Was macht am meisten Spaß an Handball?

Mit meinen Mitspielern aus verschiedenen Nationen gemeinsam auf dem Feld zu stehen und ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Jeder Einzelne muss seinen Teil für den Gesamterfolg beisteuern. Das zeichnet eine Mannschaftssportart aus.

Was sind Glücksmomente im Handball?

Natürlich Siege und Titelgewinne. Dafür arbeiten wir als Profisportler jeden Tag. Der Erfolg ist das Ziel, das über allem steht.

Was sind Trauermomente im Handball?

Niederlagen gehören ebenfalls zum Sport dazu. Sie machen Einen stärker, wenn man daraus lernt. Es gehört dazu, auch in der Niederlage Größe zu zeigen und einen besseren Gegner zu respektieren. Verletzungen gehören ebenfalls zu den Schattenseiten. Ich hatte das Glück, bis auf einen Achillessehnenriss, bisher keine schwerwiegenden Verletzungen gehabt zu haben.

Sollte man bestimmte Bedingungen erfüllen, um Handballstar zu werden?

Eine gewisse Vorliebe zum Werfen muss natürlich vorhanden sein. Zudem sollte man schon schnell laufen können und auch mit körperlichem Kontakt keine Probleme haben.

Wie viele Stunden trainieren Sie in der Woche?

Das ist relativ unterschiedlich. Je nach Spielplan und Belastung. In der Vorbereitung trainieren wir natürlich mehr als im Ligabetrieb. Während der Saison trainieren wir täglich, circa zwei Stunden. Dazu kommen Termine wie das Videostudium des Gegners und Physiobehandlungen wie Massage. Auch Sponsoren- und PR-Termine kommen dazu.

Wie viel Geld haben Sie in Ihren Wunsch, Profispieler zu werden, investiert?

Das ist eine sehr gute Frage, über die ich mir so noch nie wirklich Gedanken gemacht habe. Das müsste man eher meine Eltern oder Großeltern fragen. Sie haben mir meine ersten Sportschuhe gekauft, haben mich als Kind zum Training gefahren und immer unterstützt. Dafür bin ich ihnen unheimlich dankbar. Ich wäre mit Sicherheit nicht da, wo ich heute bin, wenn ich nicht immer die volle Unterstützung meiner Familie gehabt hätte.

Wir danken an dieser Stelle Uwe Gensheimer, der sich für uns Zeit genommen hat und uns freundlicherweise alle unsere Fragen beantwortet hat. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und Gesundheit, damit er uns noch viele Jahre begeistern kann.

Julian Kernich, Patrick Krause | Klasse 9c
Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee