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WENN DIE HASELNÜSSE BLÜHEN, ist Vorfrühling. Der Ausdruck stammt von Wissenschaftlern, die die Natur beobachten. | Foto: dpa

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Der Frühling beginnt viermal

Im Moment gibt es nur ein Thema: Corona. Doch auf dieser Seite soll bei der Berichterstattung eine kleine Pause eingelegt und auf etwas anderes hingewiesen werden: Diesen Freitag ist Frühlingsanfang. Der Beginn des Frühlings wird allerdings gleich viermal angekündigt. Zum einen meteorologisch. Für die Wetterforscher beginnt die Jahreszeit schon am 1. März. Sie haben sich für den Monatsanfang entschieden, um das Wetter eines Zeitraums leichter vergleichen zu können. Also zum Beispiel wie warm es an einem bestimmten Tag eines Monats in den verschiedenen Städten war.

Astronomisch: 20. März

Am 20. März ist dieses Jahr astronomischer Frühlingsanfang. Das heißt: Tag und Nacht sind bei uns auf der Nordhalbkugel gleich lang, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen genau zwölf Stunden. Das kann aber auch mal am 19. oder 21. März sein. Für die Christen beginnt der Frühling immer am 21. März. Die Kirche hat sich im Jahr 325 darauf geeinigt. Die vierte Art, den Frühlingsbeginn festzulegen, stammt von der Natur. Es ist der phänologische Frühlingsbeginn. „Phänologie“ (gesprochen Fänologie) ist eine Wissenschaft, die den Entwicklungsstand der Pflanzen zu den unterschiedlichen Jahreszeiten untersucht. Wann also zum Beispiel eine bestimmte Blume zu blühen beginnt. Der Frühling wird dabei in drei Phasen unterteilt. Wenn die Schneeglöckchen auftauchen und die Haselnussbäume blühen, ist Vorfrühling. Wenn die Stachelbeersträucher ihre ersten Blätter und die Birnenbäume Blüten bekommen, beginnt der Erstfrühling. Und wenn die Apfelbäume und der Flieder blühen, dann ist Vollfrühling.